Auf unsere Geschichte sind wir stolz. Seit der Gründung im Jahr 1974 prägen wir das sportliche und gesellschaftliche Leben. Hier finden Sie die wichtigsten Meilensteine in Unserer Vereinsvergangenhei. Wir wünschen viel Unterhaltung.
In Marsmeier bestand der Schützenverein „Fröhlicher Winkel“ im damaligen Gasthaus Stangl. Am 31.05.1974 wurde eine außerordentliche Schützenversammlung abgehalten wegen des Baus eines neuen Schützenheimes. Nachdem alles durchgesprochen war, ging man zur geheimen Abstimmung über, bei der 90 % der Anwesenden einem Neubau zustimmten, für den bereits ein von Willibald Ziegler gefertigter Plan vorlag. Am 17.06.1974 fand eine Vorstandssitzung statt, wo von Seiten der Familie Stangl das ganze Bauvorhaben abgeblasen wurde.
Am 13.10.1974 fand bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Stangl eine Abstimmung statt, bei der 80 % für einen Lokalwechsel gestimmt hatten. Diese Abstimmung wurde jedoch einige Tage später von den „Verlierern“ für ungültig erklärt, da ihrer Meinung nach Anwesende mit abgestimmt hatten, die eigentlich nicht stimmberechtigt gewesen wären.
Am 08.11.1974 wurde die Jahreshauptversammlung im Gasthaus Straßmaier wiederholt, unter anderem mit dem Tagesordnungspunkt „Abstimmung über Lokalwechsel“. Zur Abstimmung kam die Gausatzung zu tragen, nach der mindestens 75 % der Stimmberechtigten für den Lokalwechsel stimmen müssen. Diese 75 % wurden ganz knapp nicht erreicht, so dass der „Fröhliche Winkel“ im Gasthaus Stangl verblieb.
In den darauffolgenden Tagen wurden von einigen Schützen Stimmen laut, man solle doch beim Gastwirt Boschner, der gerade beim Bau eines neuen Gasthauses in Maitenbeth war anfragen, ob er gewillt sei, einen neuen Schützenverein aufzunehmen. Dieser erklärte sich sofort bereit, den neu zu gründenden Verein aufzunehmen.
Am Freitag, den 15.11.1974 wurde eine Gründungsversammlung im Gasthaus Boschner abgehalten. Alle 44 Anwesenden waren mit der Gründung des neuen Vereins einverstanden. Man gab dem neuen Verein den Namen „Alpenblick“, weil er aufgrund der Lage der Gastwirtschaft hervorragend passte.
Im Laufe des Jahres 1976 erfolgte unter großer Beteiligung der Vereinsmitglieder, allen voran Hermann Mück sen., der Ausbau der Schießräume. Als Übergangslösung wurde in der Zwischenzeit im Tanzsaal der alten Gaststätte auf fünf von anderen Vereinen ausgeliehenen Zugständen geschossen. Der Verein war mittlerweile auf 85 Mitglieder angewachsen. Ebenso konnte im Jahr 1976 dank zahlreicher Spenden unsere Schützenkette angeschafft werden.
Am 03.09.1977 war es dann endlich soweit. Pfarrer Sebastian Rieger weihte das neue Schützenheim im Gasthaus Boschner ein.
Sportlicher Höhepunkt des Jahres 1978 war der 1. Platz der Jugendmannschaft bei der Gaumeisterschaft LG. 1979 dann gingen wiederum zwei erste Plätze an die Jugendmannschaft: Jugendbestenschießen, LG-Dreistellung und Gaumeisterschaft LG-Dreistellung. Die Leistungsträger der Schüler- und Jugendmannschaft in den Jahren 1976 bis 1979 waren Hans Steinbach, Hans Waltl, Hermann Mück und Hans Zott.
1980 war der Verein bereits auf 116 Mitglieder angewachsen und Hermann Mück jun. belegte bei der Oberbayerischen Meisterschaft den 3. Platz in der Juniorenklasse.
1981 wurde Hermann Mück jun. Gauschützenkönig im Luftgewehrschießen und 1982 durften wir deshalb unseren Gauschützenkönig zur Gaufahnenweihe in Erding begleiten. Ebenfalls 1982 wurde Maria Mittermaier zum Ehrenmitglied ernannt.
1983 wurde die erste Mannschaft Gruppensieger und stieg somit in die Gauklasse auf. Ebenfalls im Jahre 1983 bekam auch unsere Schützenjugend eine eigene Schützenkette.
Im Juli 1984 feierte der Schützenverein Hubertus Stauden Fahnenweihe, bei diesem Fest durften wir den Staudener Schützen als Pate zur Seite stehen. Am 29.09.1984 fand eine vereinsinterne Feier zum 10-jährigen Bestehen unseres Schützenvereins „Alpenblick Maitenbeth“ statt. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 203 Mitglieder.
Das Jahr 1987 brachte dem Verein eine neue Vereinsführung: Wolfgang Slatosch übernahm das Amt des 1. Schützenmeisters.
Und er war es auch, der 1988 einen alten Brauch wieder aufleben ließ. Seit diesem Jahr laden die Alpenblick-Schützen jedes Jahr im Oktober ein zum Kirchweihfest beim Hansen in Rain
Das Jahr 1989 brachte dem Verein gleich zu Jahresbeginn eine Neuerung: Am 20.01.1989 wurde der Schützenverein „Alpenblick Maitenbeth“ eingetragener Verein.
1991 beschäftigte uns mehr und mehr der Gedanke, unser 20jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe zu feiern. Bei einer Mitgliederbefragung stimmten 90 % der Mitglieder für die Anschaffung einer Fahne, natürlich verbunden mit einer Fahnenweihe.
Die darauffolgenden Jahre standen ganz im Zeichen der Vorbereitung unserer Fahnenweihe. Es wurde ein Festausschuss gebildet, an dessen Spitze Peter Eberherr als Festleiter stand und die Schützenkameraden vom Schützenverein „Hubertus Stauden“ hatten sich auf unsere Anfrage hin sofort bereit erklärt, uns den „Göd“ zu machen. Das Patenbitten in Stauden war unbestrittener Höhepunkt des Vereinsjahres 1993.
1994 war es dann soweit. Vom 22.07. bis zum 25.07.1994 wurde gefeiert. Schönstes Wetter, viele freiwillige Helfer und 53 mitfeiernde Vereine bescherten dem Verein ein schönes Gründungsfest mit Fahnenweihe. Mehr als 1200 Teilnehmer zogen, begleitet von vier Musikkapellen und etlichen Pferdegespannen für die Ehrengäste durch den festlich geschmückten Ort. Damals zählte der Verein 193 Mitglieder.
1995 veranstaltete der Verein den letzten Faschingsball. Er ist der Ballmüdigkeit der Maitenbether Bürger, insbesondere auch der eigenen Vereinsmitglieder zum Opfer gefallen. Zum Ende der Saison konnte Kaspar Hohner gleich dreifach abräumen: er sicherte sich mit einem 57.4 Teiler die Endscheibe, war mit 94 Ringen im Schnitt Bester in der Schützenklasse in der Jahreswertung und mit einem 37.9 Teiler sicherte er sich auch noch die Königswürde. Zudem übernahm er 1995 das Amt des ersten Schützenmeisters, nachdem er bereits seit 1983 als zweiter Schützenmeister fungiert hatte.
Das sportliche Glanzlicht setzte in der Saison 1996/1997 Alexandra Ring, die Gauschützenkönigin im Kleinkaliberschießen wurde. Diesen Erfolg konnte sie im Jahr 2001 dann nochmal wiederholen.
Das Jahr 1998 war geprägt von den Vorbereitungen für unser 25jähriges Gründungsfest 1999. Es wurde ein Festausschuss gebildet, dem wieder Peter Eberherr vorstand.
Vom 13.8. bis zum 16.08.1999 feierten wir dann unser 25jähriges Bestehen in etwas kleinerem Rahmen mit den Ortsvereinen.
Für die sportlichen Höhepunkte des Jahres 2000 sorgte Christa Eberherr, als sie Gauschützenkönigin mit dem Luftgewehr wurde, Im gleichen Jahr belegte Rudolf Gruber den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften mit der Mannschaft im Zimmerstutzenschießen.
Ein Jahr später, im Jahr 2001, krönte Christa Eberherr ihren sportlichen Erfolg damit, dass sie auch noch Bezirksschützenkönigin in der Disziplin Luftgewehr wurde.
Das 30jährige Vereinsjubiläum wurde 2004 im „kleinen Kreis“ im Vereinsgasthaus Boschner gefeiert.
2005 zählte der Verein 199 Mitglieder, den sportlichen Höhepunkt dieses Jahres lieferte Frieda Mück, die sich mit 350 Ringen in der Disziplin Luftgewehr zur Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft qualifizierte.
2008 wurde die Zahl der Ehrenmitglieder erweitert. Neben Hermann Mück sen. und Maria Mittermeier wurde bei der Jahreshauptversammlung auch Anna Ernst in die Runde der Ehrenmitglieder aufgenommen.
2012 qualifizierte sich Kaspar Hohner mit der Armbrust für die deutsche Meisterschaft.
2013 belegte Rudolf Gruber bei den bayerischen Seniorenmeisterschaft den ersten Platz in der Disziplin Luftgewehr mit 300 Ringen
Das 40jährige Jubiläum 2014 wurde dann wieder etwas größer mit einem „Hoagarten“ im Rahmen des Kirchweihfestes beim Hansen in Rain gefeiert. Von Juli bis November 2014 wurde unser Schießstand komplett in Eigenregie umgebaut und auf elektronische Zielerfassung umgestellt. Beim Umbau des Schießstandes sind über 600 von den Mitgliedern geleistete Arbeitsstunden angefallen. Am neuen Stand können die Disziplinen: Luftgewehr, Luftpistole, Lichtgewehr, LG 3 Stellung und 10m Armbrust geschossen werden.
Sportlicher Höhepunkt des Jahre 2019 war der erste Platz von Rudolf Gruber bei den bayerischen Seniorenmeisterschaften in der Disziplin Zimmerstutzen Auflage. Kaspar Hohner konnte sich in der Disziplin KK 3x20 sogar für die deutsche Meisterschaft qualifizieren.
Im Coronajahr 2021 qualifizierten sich gleich drei Mädels aus der Juniorenklasse – Julia Mitter, Christiane und Juliane Fleidl für die deutsche Meisterschaft in der Disziplin KK 3x20 m.
2022 erreichte Kaspar Hohner bei den bayerischen Seniorenmeisterschaften in der Disziplin KK 50 m den zweiten Platz. 18 Schützen hatten sich für die oberbayerische und 13 Schützen für die bayerische Meisterschaft in diversen Disziplinen qualifiziert. Ein sportlich erfolgreiches Jahr.
2023 hatten wir 19 Starter bei den oberbayerischen Meisterschaften, zu den bayerischen Meisterschaften hatten sich 11 Schützen in diversen Disziplinen qualifiziert. Ein Schütze, Kaspar Hohner, durfte bei der Deutschen Meisterschaft antreten in der Disziplin Zimmerstutzen. Bei den bayerischen Seniorenmeisterschaften hatten wir vier Starter, wobei Rudolf Gruber den dritten Platz und Kaspar Hohner den zweiten Platz erringen konnte.
Und im Jahr 2024 feierten wir unser 50jähriges Bestehen mit den Ortsvereinen, wieder im Rahmen unseren Kirchweihfestes im Oktober beim Hansen Rain. In unserer mittlerweile 50jährigen Vereinsgeschichte führten wir ein reges Vereinsleben mit vielen größeren und kleineren Veranstaltungen.
Erwähnenswert sind auch die vielen schönen und stets gut organisierten Vereinsausflüge und all die Schützenkranzl, Faschingsbälle, Faschingsschießen, Kirchweihfeste, Pokalschießen, Freundschaftsschießen mit den Vereinen Hubertus Stauden, Fröhlicher Winkel Marsmeier und den Freischützen Pemmering, vereinsinterne Grillfeiern, Nussenschießen, Strohschießen, Christbaumversteigerungen, Verwaltungsgemeinschaftsschießen, Teilnahme an Fahnenweihen und Gründungsfesten etc.. Viele Hochzeiten unserer Mitglieder durften wir begleiten, so wie auch später viele Weisertfeiern, wenn sich unsere Schützenfamilie vermehrt hat. Wir haben dabei nie einen Unterschied gemacht, ob ein Bub oder ein Mäderl zur Welt kam, einen Weisertwecken gabs immer. Einiges davon ist dem „Zahn der Zeit“ zum Opfer gefallen, vieles findet nach wie vor statt. Aber, die Schützenfamilie wird kleiner – es wird eine Zukunftsaufgabe sein, dem entgegen zu wirken, damit sich unser Verein aufrecht erhalten kann.
Unsere Schützenmeister:
1974 bis 1979 – Martin Stoiber
1979 bis 1987 – Gerhard Poprawa
1987 bis 1995 – Wolfgang Slatosch
1995 bis 2017 – Kaspar Hohner
seit 2017 – Richard Hirt